Feeds:
Beiträge
Kommentare

Der Weg von Esenyurt, einem Mittelschicht-Vorort von Istanbul, in die Stadtmitte führt über die E5, die notorisch verstopfte Autobahn von Europa nach Asien. In Yenikapı nehme ich mir ein Taxi nach Fatih, wo ich die nächsten Tage bei Freunden verbringen werde.

Der Taxifahrer kommt aus Diyarbakır, kann aber wenig Interesse dafür aufbringen, dass ich in seine Heimatstadt reisen werde. Stattdessen fragt er mich, ob ich Muslimin bin. Ich packe wieder meine weiße Lüge aus: “Nein, ich bin Christin.“ Für ihn sei der Koran der Wegweiser, sagt er, was denn für uns wichtig sei. “Die Bibel,“ sage ich, “vor allem das Neue Testament. Das Leben Jesu.“ Der Fahrer erklärt mir, dass der Koran das letzte an die Menschen gerichtete Wort Allahs ist und Mohammed der letzte von Allah gesandte Prophet. Soviel verstehe ich noch, für die weiteren Ausführungen fehlen mir die Sprachkenntnisse und ich nicke nur in seinen Rückspiegel.

Plötzlich hält der Fahrer inne und sieht mich erwartungsvoll an. Offenbar habe ich eine Frage verpasst.

“Wie bitte?”

“Ob ich für dich beten soll.”

Ich zucke mit den Achseln. “Wenn du willst.”

“Ich werde zu Gott beten, dass du Muslimin wirst,” sagt er.

“Okay,” sage ich.

Dann erreichen wir das Goldene Horn. Ich danke dem Fahrer für seine zweifelsfrei gut gemeinten Wünsche und steige aus.

“In den letzten paar Tagen habe ich erstaunlich viele Gespräche über Religion geführt,” sage ich zu Pierre, als wir bei einer Tasse Tee im hyperkonservativen Fatih auf der Dachterrasse sitzen. Hier tragen die Frauen Kopftuch und nur die Männer gehen ins Café.

Er nickt. “Die Türkei hat sich ganz schön verändert in den letzten zwei Jahren, wirst sehen. Letztens, als Marie und ich im Park waren – sie hatte so ein Shirt mit Spaghettiträgern an – kommt so ein kleiner Knirps von vier Jahren an und sagt ‘Abla, so kannst du aber nicht rumlaufen!’. Stell dir das mal vor!”

Das Bild, das Pierre von der Stimmung in der Türkei zeichnet, ist kein freundliches. “Politisch fragmentiert war das Land immer schon, aber jetzt ist so eine üble, faschistische Note dazu gekommen. Da ist kein politischer Diskurs mehr, die einen beschimpfen die anderen als Alkoholiker und Kinderschänder. Wenn du nicht für sie bist, dann bist du automatisch gegen sie.”

10623375_286754778196902_4117353932675877052_oIn Istanbul habe er ständig das Gefühl, das Fass sei kurz vorm Überlaufen, sagt Pierre. Die Fremdenfeindlichkeit habe enorm zugenommen seit vermehrt syrische Flüchtlinge in die Stadt strömten und die sozialdemokratische CHP, traditionell ausländerfreundlich und pro Asylsuchenden eingestellt, nutze das, um die AKP zu verunglimpfen – schaut, was Erdoğan uns da eingebrockt hat.

“Überall in der Stadt siehst du jetzt obdachlose syrische Familien, Mütter mit vier, fünf Kindern am Rockzipfel, die um Geld betteln. Viele von den Kids sind ohne Aufsicht, schwer traumatisiert und rotten sich in Gangs zusammen. Und wer da noch alles über die Grenze kommt, ist unkontrollierbar. Assad wird seine Leute genauso in die Türkei einschleusen wie ISIS.”

Für ihn rieche das nach einem ähnlich giftigen Gebräu aus Not, Hass und radikalen Ideologien wie es in Mitteleuropa um 1932 in der Luft gelegen haben muss.

Ich treffe meine Freundin Zeynep zum Mittagessen. Zeynep ist religiös und hat sich dazu entschieden, Kopftuch zu tragen. Gleichzeitig ist sie eine moderne Frau, die als IT-Managerin bei einem Versicherungsunternehmen arbeitet – und der erste Mensch, den ich in Istanbul treffe, der sich nicht mit mir über Religion unterhalten will. Stattdessen sprechen wir über Männer, Reisen und türkisches Essen.

“Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, ob du wieder in die Türkei kommen willst?” fragt sie.

“Ja,” sage ich zögerlich und denke an das Schreckensbild, das Pierre gezeichnet hat. Und das sich mit der Einschätzung anderer türkischer Freunde deckt, die das Ganze aus dem Ausland, aus London oder Zürich, verfolgen.

Abends sitzen wir wieder auf der Dachterrasse. Metin findet, dass Pierre maßlos übertreibt. Die beiden streiten sich freundlich, ohne auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, während Marie immer wieder versucht, das Gespräch in eine konstruktive Richtung zu lenken. Ich fühle mich an ein Buch von Stefan Zweig erinnert (“Die Welt von Gestern”) in dem die Leute noch fröhlich diskutierend in Wiener Cafés herumsaßen als die Braunhemden in München schon Terror auf den Straßen verbreiteten. Ich verstehe nicht viel von der Diskussion, die auf Türkisch geführt wird, und irgendwann schalte ich ab. Ich schaue auf die hell erleuchtete Moschee in der Ferne, beobachte die Katze, die zufrieden blinzelnd auf dem Balkongeländer sitzt und frage mich, ob das alles in weiteren zwei Jahren noch genauso aussehen wird.

Ich verstehe noch nicht, dass ich Urlaub habe – mein Kiefer, mein Kopf: verspannt. Am Londoner Flughafen Gatwick kaue ich Nüsse und mache mir Sorgen um meine Gesundheit, um ISIS, um den Kurdenkonflikt. In der Wartehalle ist die Hölle los. Die Duty Free Läden schreien mir ihre grelle “Kauf mich!” – Werbung ins Gesicht. Ein paar Meter von mir entfernt streitet sich eine Frau mit jemandem übers Telefon. Nein, das fühlt sich ganz und gar nicht nach Urlaub, Ruhe und Entspannung an.

Gate Nummer fünfzig. Die Leute quetschen sich durch die Business in die Economy Class. Ich lasse mich zwischen zwei türkische Noch-nicht-mal-Teenager plumpsen. Der Junge war gerade acht Wochen in Eastbourne beim Englischkurs, protzt mit seinen Sprachkenntnissen, spielt mit seinem iPad oder tippt auf dem iPhone herum. Was ich von den Gezi-Park-Demonstrationen halte, fragt er mich. Ich habe keine Lust, mich mit einem Minderjährigen auf eine politische Diskussion einzulassen.

“Naja, Istanbul hat eh zu wenig Grünflächen,” sage ich.

“Zu wenig Grünflächen!” schnaubt er, “muss man deswegen Fensterscheiben einschmeißen und Polizisten verprügeln?”

Ich beiße mir auf die Zunge.

“Überhaupt ging es dabei ja gar nicht um Bäume,” sagt er.

“Nein,” stimme ich zu, “es geht nie um Bäume, sondern um Macht!”

Er nickt eifrig. “Genau, um Macht!”

Ich bin erleichtert, dass er das Fußballspiel auf seinem iPad nun interessanter findet als unser Gespräch.

Das Mädchen kommt aus Gaziantep und redet gern. Ich will mich in mein Buch vertiefen aber sie hört nicht auf, mich voll zu quatschen. Mein System ist an so viel Kommunikation nicht mehr gewöhnt, nachdem ich in London manchmal das Gefühl habe, zwischenmenschlich zu verdursten. Das Mädchen hat ein gewinnendes Lächeln. Ich gebe nach und stecke das Buch in den Rucksack.

Welcher Religion ich angehöre, fragt sie mich. Mein Türkisch reicht nicht dazu aus, um zu erklären, was ein Agnostiker ist. Außerdem habe ich mal gehört, dass man in den Augen eines Moslems als Christ lediglich als jemand angesehen wird, der die Sache noch nicht ganz kapiert hat, wohingegen ein Ungläubiger wirklich das Letzte ist. Also besinne ich mich auf meine Wurzeln und entscheide mich für eine weiße Lüge: “Ich bin Katholikin,” sage ich ihr.

Was ich fühle, wenn ich in die Kirche gehe, will sie wissen. “Ruhe,” sage ich, “und Gemeinschaft.” Das ist nicht mal gelogen, aber sie scheint mit der Antwort nicht recht zufrieden zu sein.

“Ich habe immer ein Gefühl wie von einer anderen Welt,” sagt sie und verdreht die Augen, sodass ich nur noch das Weiß des Augapfels sehe.

Der Junge unterbricht uns indem er fragt, ob ich ihm im Duty Free Shop Zigaretten kaufen kann. Für seinen Vater, sagt er. Ich habe keine große Lust dazu und erfinde auf englische Art eine dünne Ausrede. “Macht nichts,” sagt er, “ich werde schon jemanden finden.”

Und dann Istanbul.

Seit zwei Jahren war ich nicht mehr hier. Der Smog der Stadt legt sich wie feuchter Schimmel auf meine Haut. Die Sonne des Südens – so anders als IMG_9915die matte Scheibe am englischen Himmel – strahlt in ihrer Korona aus Rot-Rosa-Orange. Im Taxi fahre ich über die Autobahn an endlosen Vororten vorbei und versuche mich zu erinnern, wie es beim letzten Mal ausgesehen hat. Ich bin mir sicher, dass es noch nicht so viele Hochhäuser und glänzende Shopping-Center gab.

“Ja,” sagt meine Freundin Bettina, “die Stadt wächst weiter wie blöd!”

Bettina ist jetzt glückliche Mutter und geht mit richtiger Freude in ihrer neuen Rolle auf. Ich genieße es, in ihrer schönen Wohnung in Esenyurt auf der Couch zu liegen und dem Baby beim Brabbeln, Bettina beim Singen zuzuhören. Ich fühle, wie die Anspannung langsam aus meinen Gliedern weicht.

“Wann fährst du weiter in den Osten?” fragt sie mich.

“Ich weiß noch nicht,” nuschele ich – im Moment kann ich mir ebenso gut vorstellen, zwei Wochen nur auf dieser Couch herum zu liegen.

“Was machst du da eigentlich?”

“Recherche für meinen Roman” – Bettina zieht die Augenbrauen hoch und nickt anerkennend – “… an dem ich seit fünf Jahren schreibe,” füge ich ehrlicherweise hinzu.

Ich genieße es, früh ins Bett gehen zu können. Früher wäre ich bei dem Gedanken, am ersten Abend in Istanbul in einem Vorort auf der Couch zu hocken ganz zappelig geworden. Gleich zum Taksim, Freunde treffen, ein paar Efes in uns rein schütten und Zigaretten rauchen, obwohl wir eigentlich damit aufgehört haben. Aber so viele Freunde sind gar nicht mehr hier und die, die ich noch kenne, arbeiten viel und haben keine Zeit  für Parties. Und ich habe sowieso keine Lust drauf. So ist das also, wenn man auf einmal über dreißig ist.

Was mich in Istanbul immer fasziniert hat sind die Ausblicke. Ich meine nicht die herrschaftliche Aussicht vom Galata-Turm über Sultanahmet und den Bosporus, sondern die eigentümliche Kulisse der Istanbuler Vororte mit ihren bei Nacht schemenhaften Hochhäusern und strahlenden Fenstervierecken, der Straßenverkehr, der unermüdlich weiterfließt als Kette kleiner Lichtpunkte, die Endlosigkeit, die hier jedoch nicht befremdlich sondern beinahe gemütlich wirkt – eine freundliche Anonymität, in der man sich sorglos zergehen lassen kann. Der eintönige Straßenlärm dringt einschläfernd durch das Fenster herein. Und morgen, morgen muss ich endlich einmal nicht aufstehen, kann einfach liegen bleiben und weiter schlafen…

IMG_9918

Now this is a little gem in the centre of crazy busy London: the Zen garden on the roof of the Brunei Gallery at the SOAS campus. Not that you wouldn’t be aware of the city around you; traffic noise is still audible up here, but I love the fact that a place for quiet contemplation has been created in the middle of Holborn.

IMG_9630

Planting has been kept to a minimum [...] Various types of stone are used in the garden: a sweeping curve blends the original rectangular sandstone with the irregular green slate; the central area of raked silver grey granite chippings has regular slabs of basaltic rock alluding to a bridge over flowing water; the island stones in the gravel areas are Larvikite from Norway; dark grey pebbles from a contrast in colour and texture to the formal granite edging and to the chequerboard planting.

(from the SOAS website)

IMG_2732

The Brunei Gallery itself is a unique little exhibition space. Whenever I have half an hour or so to spend in the area I go visiting on the off chance that something interesting is going on and so far I’ve never been disappointed. The concepts are unusual and often surprising: currently there is a photographic exhibition on Uyghur shrines in northwestern China on display and roughly a year ago they showed a fantastic collection of papers and textiles from all around the world.

The exhibitions are usually small so even with very little time at your hands it is well worth a visit. If you would like to spend more time at the gallery check out if they have any special events running. In any case: go and enjoy.

I’m still not quite sure what it is that has happened over the last few days but this morning when I was washing the dishes in the large communal kitchen tears started welling up inside me and I felt a deep velvety sadness about leaving this place. I had spent less than a week at The Barn in Sharpham with a group of ten other people I had never met before in my life. It is astonishing how quickly you can build bonds as a community when you do the right things together: meditate, work on the land, prepare food, eat, communicate openly without using sarcasm as a shield, sing, and be silent.

IMG_9602The retreat house is a beautiful old stone building set on a hillside amid woodland and open fields. I arrived late afternoon on Sunday, chose my room (“The Owl”) and had a cup of tea with the rest of the group in the sitting room overlooking the valley and the river below. I don’t think I had any particular expectations before I came – I just felt stressed out and was looking forward to a week without my mobile phone and the daily commute to the office. I was also hoping to progress a bit in my daily meditation practice without knowing what that actually meant to me. I felt relieved that the other retreatants seemed to be very normal people – or as Paul put it on our last day: “I’m glad you were not a bunch of hippies.”

The days at The Barn went quietly yet were filled with very nurturing experiences. Good conversations, heart-felt smiles, beautiful food, walks in the country. Every morning we got up at 6.20 am in complete silence and started the first mediation session at 6.50 am. After that we worked in the house until breakfast was ready around 8 am but kept silent until 9 am. In the mornings we did some gardening or other tasks around the house. I really liked working in the polytunnels, the hot and humid micro-climate and the smell of wet soil. A second sitting started at 12.20 pm. Lunch was prepared each day by two of our group and we all ate together. The afternoons were free until evening meditation, on some days teachers came to the house and gave talks. Silence started again at 9 pm.

IMG_9557Wednesday was “Silent Day” where we didn’t speak with each other at all. That doesn’t mean that there was no communication. It was my turn to prepare lunch together with Barry and we used sign language and little hand-written notes to co-ordinate what we were doing. Having lunch silently didn’t feel that strange actually but when we gathered around the table in the evening each with our bits and bites to eat I felt a bit awkward for the first time. What do you do when small talk is not an option? I admit I left the table earlier than I normally would have and went for a walk up the hills from where I had a beautiful view over the river. All in all the day had gone by easily and I felt very present. I remember the grass glittering silvery in the evening sun and there was no sound but the wind.

By the end of the week I felt very much at home at The Barn. Before I came I had wondered if I would feel resistance against the schedule, the meditation, maybe even the people, but nothing of that happened. Quite the opposite I felt I could easily have stayed longer, working, eating and meditating with the same group of people around me every day. I had always been very skeptic about communal living but now, for the first time, I felt it was actually possible. Jane told me about her own ideas to create a beautiful community somewhere in the countryside. It’s not an easy decision though to invest in a vision like that. For me it resembles a leap off a steep cliff.

On our last evening we shared our thoughts about what we would take with us from the retreat. I felt very grounded and very much like IMG_9564myself. No major revelations over the course of the week, I said, but things that had been lurking in the shadows, things I had somehow been aware of but not acknowledged or not taken seriously had started stepping out into daylight. I thought it was good to be clear about things and then work on them when back home.

And on the way “back home” it hit me. Yes, things had become clear to me but what that really meant I only understood when the panic inside me was growing while the train was approaching Paddington station. I didn’t want to put on this London persona again with her blow-dried hair, false smiles and hectic busyness; the persona that I had peeled off my skin layer by layer, silenced by keeping silent, starved through acceptance of myself. I have uncovered this shy little self again that isn’t interested in pension plans, Groupon deals or spring sales. I have nurtured it, petted it and encouraged it to man up a bit. I hope it won’t go to sleep again and I’m excited to see where it will take me. But I have a feeling things will not become easier. It might take a leap off a cliff, even if a tiny one.

IMG_9507I’d always imagined Totnes in Devon to be the most amazing place in the UK after I’d read an article about how its inhabitants had successfully fought against Costa Coffee wanting to open up a branch on their high street. With a considerable number of independent coffee shops – all fair trade, organic, you name it – the little town is probably oversaturated with caffeine anyway. The principle that the unique appearance of the main road leading from the Norman castle on top of the hill down to the river bank should not be spoilt by generic high street brands only seems to apply for coffee shops though, as the Totnesians do not seem to have a problem with a branch of Superdrug, SPAR or WH Smith on that same street.

Eventually, to get away from it all, my boyfriend and I went to Totnes for an Easter weekend break. We had expected a very laid back place far away from London’s mega-consumerism but munching our £8 fair trade organic vegan lunch in one of the 27 independent coffee shops my partner says: “I’m a little bit disappointed, actually. I expected it to be less …” – “… less commercialised?” I ask. He nods. Prices for a cup of coffee or a light lunch are more or less the same as in London, even though you are a 3 hours train ride away from the big city. The atmosphere resembles that on a Saturday afternoon in one of the nicer suburbs, take Wimbledon, for instance, or Richmond and add an alternative touch such as vintage wooden chairs and vegetarian IMG_9522cookbooks on handmade shelves.

I would probably not consider going back if it wasn’t for nearby Dartington, another place I’d been wanting to visit for a long time. The huge estate is just a lovely 20 minutes walk along the river from Totnes. Dartington Hall, set on a hill side, is surrounded by woodlands; there is a café, a pub, a cinema, and the beautiful gardens. The trust managing the estate works in three broad areas – the arts, social justice and sustainability, and innovative programmes and events are run throughout the year. The Schumacher College offering short-term and long-term courses for sustainable living is also located on the grounds. From the Hall we walk further up the hill, stroll through the forest and along the river. It is a beautiful late afternoon with golden sunlight touching the preternaturally green grass, a scenery looking slightly photoshopped.

IMG_9540Instead of heading up the high street when we arrive back in Totnes we turn left and walk across the river into what is called Bridgetown. The “Albert Inn” just by the main road looks like a proper local – dark wooden interior, stained carpets, three drunk people leaning against the bar; one of them, the chatty one, tells us about the on-site brewery, the live music gigs and the beer garden behind the house which is where we are headed once we hold our pints of local ale and cider in our hands. This is where we will go straight away when visiting next time we both agree.

The North Cornish coast is a magical place where the power of the elements makes itself felt on stormy, rainy winter days as IMG_9347well as gloriously golden summer afternoons. With that abundance of natural richness it is no wonder that the Southwest of the UK is a centre of attraction for people who celebrate the power of the earth, namely for pagans, druids and witches. You barely could have chosen a better spot for The Museum of Witchcraft than the small town of Boscastle, nestled into the slopes of the surrounding hills and amid rugged cliffs just by the Celtic Sea. It is a proper hideaway, remote enough that no street lights spoil the sublime vista of the starry night sky. The museum is located by the natural harbour in a quirky old house that looks small from the outside yet has surprisingly much space for the display of all sorts of magical paraphernalia.

Originally the musIMG_9352eum was opened on the Isle of Man in the 1950s but moved to Boscastle in 1960. It houses the largest collection of witchcraft and Wiccan related artefacts in the world which comprises of images and books, medicinal plants and magical stones, and various puppets and dolls – my favourite being the Hitler pincushions which drew on the ancient use of image magic to strike down an enemy. Other fascinating displays are the human-shaped mandrakes – on lend from the Netherlands -, a sculpture of the Horned God of Wicca and the dark mirror used by the museum’s founder Cecil Williamson. Apparently, gazing into a mirror is one of the most ancient forms of divination, liberating the creative and intuitive aspects of the mind and enhancing spiritual awareness. According to another myth when a woman looks into a magic mirror long enough the face of her future husband will eventually appear, looking over her shoulder. Never being quite sure whether I am superstitious or not I refrain from trying – the outcome might be quite scary!

Over dinner we have the chance to speak to Simon Costin, the new director of the museum. He tells us the collection is likely to remain in Boscastle for another couple of years before the bigger part of it is going to be incorporated into the newly to be built Museum of British Folklore. However, Boscastle will not completely lose its quirky visitor attraction as the current place will still be kept as an outpost. Luckily, be it magic or not, I also get promised a lift back to London the next morning so that I needn’t embark on the lengthy train journey via Exeter.IMG_9354

Hence, at 5 a.m. on Monday I am waiting for Kerriann in the empty sitting room of the old hotel when all of a sudden I get the strong feeling of another presence just outside the door in the corridor. It is still pitch black night and the stormy, rainy weather doesn’t encourage me to wait in front of the hotel. Seconds later, the lights of a car turn around the corner and pull into the parking space. I feel relieved, grab my bag and run outside. On our journey Kerriann tells me she’d managed the hotel for a while. “There are a few ghosts in there, one keeps standing at the top of the stairs just next to the sitting room where you were,” she says. – And what about the little museum? – “Yes,” says Kerriann, “the place is haunted by a lot of ghosts, they are attached to all the different paraphernalia of witchcraft in there.” However during a devastating flood in 2004 which severely damaged the museum some of the more vicious spirits seem to have been swamped out and a rather agreeable crowd of ghosts has taken over. A shimmer of light at the horizon indicates the end of the night. “Would you like a cuppa?” asks Kerriann pointing to the inescapable Costa Coffee sign at the entrance to a gas station. We’re back in the normal world, obviously.

YSP

It would be very nice just to put sculptures on hill sides or in small valleys, or place them where you think it would be nice for them to be and for everyone to enjoy. – Barbara Hepworth

IMG_9126

There they stand on the slope of the hill leading down to the lake: the young girl and the youth; the bride with a long tear running down her face, the bridegroom with a hole in his stomach; the parents and the mysterious looking ancestors watching over them and the exalted figure of the Ultimate Form (or, as it is widely being interpreted, the deity) is looming. The Family of Man is a group of nine bronze sculptures created by Barbara Hepworth, and each figure is meant to represent a different stage of human life. One of only two complete sets stands here, in the Yorkshire Sculpture Park not far from the artist’s native Wakefield.

When thinking of Yorkshire, images of soft green hills dotted with grazing sheep often come to peoples’ minds, or Wallace and Gromit having Wensleydale cheese for tea. All this is part of the county’s character, however a visitor to Bretton Estate will also find sculptures of internationally acclaimed artists such as Henri Moore and Andy Goldsworthy among the sheep.

IMG_9140The Yorkshire Sculpture Park was established 35 years ago on the initiative of now Executive Director Peter Murray and for the first time in its history the Estate was opened to the public. From the visitor centre a broad lane leads past Hepworth’s Family to the Camellia House. A giant rabbit is kneeling in front of the conservatory. Inside, I witness yet another proof for the English character being one of a gardener: “Oh, look, this is camellia,” exclaims a woman, dragging her husband towards a bush in front of the bay window and completely ignoring a complicated steel structure with streams of water running down its blank surface.

From the greenhouse, a windy path leads through thick ancient woodland past the folly of a Greek temple and to a derelict IMG_9146boat house at the shore of the Upper Lake. It was not until a couple of years ago when wider parts of the estate were restored that visitors could get an impression of what the grounds of Bretton Hall must have looked like in their heyday. I walk up the hill on the opposite side of the lake over Seventy-One Steps, an artwork by British sculptor David Nash who works with wood and trees. At the top I climb across a dry-stone wall and look out onto the serene autumn landscape below.

Ten yards ahead a group of highland cattle is positioned under the branches of a wide old tree, a blank expression on their hairy faces. I pause to observe. They remain stiff. I move. Neither of them even blinks an eyelid. “What a brilliant idea,” I think, “and so truthfully done!” Then one of them slowly lowers her head and starts munching the grass down by her hoofs. I continue on my way, thinking that after all I’m probably more of a walker than a connoisseur of sculpture.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 131 Followern an